Ambiguë
Die lautlosen Schreie, die deine Augen ausstoßen: Vergiss mich!
Deine schmalen Lippen, die sich füllen: Nein, bleib, bleib, bleib!
Dein zierlicher Oberkörper, über den Tisch geneigt, offensiv, der kurz danach auf der Bank in sich zusammensackt.
Deine kraftlose Stimme, wenn wir uns in die Augen sehen, nur noch Gefühl sind, und alles Denken abgschüttelt wie die Asche unserer Kippen.
Meine hilflosen Gesten, als suchte ich in einem fremden Hafen einen Poller für meine Trosse.
...
Deine schmalen Lippen, die sich füllen: Nein, bleib, bleib, bleib!
Dein zierlicher Oberkörper, über den Tisch geneigt, offensiv, der kurz danach auf der Bank in sich zusammensackt.
Deine kraftlose Stimme, wenn wir uns in die Augen sehen, nur noch Gefühl sind, und alles Denken abgschüttelt wie die Asche unserer Kippen.
Meine hilflosen Gesten, als suchte ich in einem fremden Hafen einen Poller für meine Trosse.
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Aus dem Zyklus "Rosen zum Frühstück"
Souvien
Die Erinnerung verblasst nicht. Sie wechselt lediglich ihre Farben, und spielt virtuos auf ihrer Klaviatur aus Licht und Schatten.
Gestern knallte sie mir ein sonnendurchflutetes Grün ins Hirn. Zwischen zwei Ortsschildern und einer Roten Ampel im Zeitraffer ein ganzer Tag und die anschließende Nacht.
Wo sonst Sterne funkeln, blitzte die Sonne durch die Blätter, hüllte dich in ihren Kokon und ließ mich deinen Körper bewundern, wie ihn meine Augen nie in der Dunkelheit erleben durften.
Ein paar Minuten nur, dieser Triumph der Pupillen über die Haut, die spürt, was den Blicken unter Sternen verborgen bleibt.
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Gestern knallte sie mir ein sonnendurchflutetes Grün ins Hirn. Zwischen zwei Ortsschildern und einer Roten Ampel im Zeitraffer ein ganzer Tag und die anschließende Nacht.
Wo sonst Sterne funkeln, blitzte die Sonne durch die Blätter, hüllte dich in ihren Kokon und ließ mich deinen Körper bewundern, wie ihn meine Augen nie in der Dunkelheit erleben durften.
Ein paar Minuten nur, dieser Triumph der Pupillen über die Haut, die spürt, was den Blicken unter Sternen verborgen bleibt.
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Aus dem Zyklus "Rosen zum Frühstück"
Le Rouge et le Noir
JE T'AIME. Glänzend und saftig wirken die Buchstaben, als wären sie mit einer tropischen Frucht an die Mauer geschrieben worden. Beim A hatte ich bemerkt, dass mir langsam die Wand ausging, die letzten drei Buchstaben wurden kleiner und kleiner, das Ergebnis erinnert an erste Schreibversuche, wenn ein Schulheft immer ein paar Buchstaben zu schmal ist.
JE T'AIME. Rot wie das Blut, das mit schmerzloser Gewalt durch unsere Adern gepresst wird, augenblicklich in die vergessensten Gefäße gelangt, wenn unsere Augen übereinander herfallen, lange bevor die Körper es tun.
JE T'AIME. Mein Schrei, wenn wir den Himmel berühren, wieder und wieder den Himmel berühren, du mit deinen Händen an die Wand klatschst, deine Handteller das Rot der Buchstaben aufnehmen und auf den bröckeligen Putz stempeln, als wolltest du den Augenblick verewigen.
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JE T'AIME. Rot wie das Blut, das mit schmerzloser Gewalt durch unsere Adern gepresst wird, augenblicklich in die vergessensten Gefäße gelangt, wenn unsere Augen übereinander herfallen, lange bevor die Körper es tun.
JE T'AIME. Mein Schrei, wenn wir den Himmel berühren, wieder und wieder den Himmel berühren, du mit deinen Händen an die Wand klatschst, deine Handteller das Rot der Buchstaben aufnehmen und auf den bröckeligen Putz stempeln, als wolltest du den Augenblick verewigen.
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Aus dem Zyklus "Rosen zum Frühstück"