Kompletter Text von Le Rouge et le Noir
Le Rouge et le Noir
JE T'AIME. Glänzend und saftig wirken die Buchstaben, als wären sie mit einer tropischen Frucht an die Mauer geschrieben worden. Beim A hatte ich bemerkt, dass mir langsam die Wand ausging, die letzten drei Buchstaben wurden kleiner und kleiner, das Ergebnis erinnert an erste Schreibversuche, wenn ein Schulheft immer ein paar Buchstaben zu schmal ist.
JE T'AIME. Rot wie das Blut, das mit schmerzloser Gewalt durch unsere Adern gepresst wird, augenblicklich in die vergessensten Gefäße gelangt, wenn unsere Augen übereinander herfallen, lange bevor die Körper es tun.
JE T'AIME. Mein Schrei, wenn wir den Himmel berühren, wieder und wieder den Himmel berühren, du mit deinen Händen an die Wand klatschst, deine Handteller das Rot der Buchstaben aufnehmen und auf den bröckeligen Putz stempeln, als wolltest du den Augenblick verewigen.
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JE T'AIME. Rot wie das Blut, das mit schmerzloser Gewalt durch unsere Adern gepresst wird, augenblicklich in die vergessensten Gefäße gelangt, wenn unsere Augen übereinander herfallen, lange bevor die Körper es tun.
JE T'AIME. Mein Schrei, wenn wir den Himmel berühren, wieder und wieder den Himmel berühren, du mit deinen Händen an die Wand klatschst, deine Handteller das Rot der Buchstaben aufnehmen und auf den bröckeligen Putz stempeln, als wolltest du den Augenblick verewigen.
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Aus dem Zyklus "Rosen zum Frühstück"
Text: emeier am 01.08.2006 17:50:58 -
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